München (dpa) - Der FC Bayern hat schon vor Weihnachten erste konkrete Verhandlungen mit dem neuen Trainer Josep Guardiola geführt. Das berichtete der Vorstandsvorsitzende der Bayern, Karl-Heinz Rummenigge.

«Dann haben wir die Gespräche intensiviert und konnten nach Weihnachten Einigkeit erzielen», sagte Rummenigge. Er ergänzte, dass der neue Coach vorerst nicht offiziell in München vorgestellt wird. Der deutsche Fußball-Rekordmeister hatte am Mittwoch die Verpflichtung Guardiolas bekanntgegeben, der bei den Münchnern einen Vertrag bis 2016 unterschrieb. Der Spanier löst im Sommer Jupp Heynckes ab. Heynckes will seine Karriere beenden.

Guardiola wolle «wahrscheinlich» zwei Assistenten mit nach München nehmen, berichtete Rummenigge. Namen nannte er nicht. Details zum Trainerteam würden erst in den nächsten Wochen diskutiert. Zugleich betonte Rummenigge, die Mannschaft vor der Ankunft des neuen Trainers besonders in die Pflicht zu nehmen. Er habe dem Team in der Kabine gesagt, dass es nun «eine große Verantwortung» habe, dem scheidenden Trainer Heynckes «jetzt erst recht» zum Abschied den deutschen Meistertitel zu bescheren.

Rummenigge geht davon aus, Guardiola womöglich erst zu dessen Dienstantritt am 1. Juli in München präsentieren zu können. Bei der Entscheidung des Spaniers für die Bayern habe «das Gesamtkonzept» die entscheidende Rolle gespielte, meinte der Vorstandsvorsitzende. «Wir haben ein gutes Image», sagte er und ergänzte bezugnehmend auf andere europäische Vereine wie Manchester City oder den FC Chelsea, die ebenfalls um Guardiola buhlten: «Wenn es exklusiv ums Geld gegangen wäre, hätten wir überhaupt keine Chance gehabt.»