London/Dublin (dpa) - Im Geiseldrama auf einem Gasfeld in Algerien ist ein irischer Mitarbeiter der Anlage den islamistischen Entführern entkommen.

Der 36 Jahre alte Familienvater habe gegen 16.00 Uhr (MEZ) Kontakt zu seiner Familie aufgenommen, die im nordirischen Belfast lebt, teilte das irische Außenministerium in Dublin mit. Der Mann sei «sicher und wohlauf» und gelte nicht länger als Geisel.

Beim Versuch des algerischen Militärs, mit einem Luftschlag auf die Entführer das Geiseldrama zu beenden, kam es offenbar zu einem Blutbad. 35 Geiseln und 15 Entführer seien getötet worden, berichtete die mauretanische Nachrichtenagentur ANI unter Berufung auf einen Sprecher der Entführer. Der britische BP-Konzern als Mitbetreiber des Gasfeldes erklärte, es gebe noch keine gesicherten Informationen über Opfer.