Berlin (dpa) - Der Neonazi-Untersuchungsausschuss im Bundestag beleuchtet heute die Arbeit der Thüringer Behörden im Fall NSU. Als Zeuge wird unter anderem der frühere Vizepräsident des Landesamts für Verfassungsschutz, Peter Nocken, erwartet.

Außerdem sollen ein Ermittler des Thüringer Landeskriminalamts und ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Gera Rede und Antwort stehen. Die Mitglieder des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) stammen aus Thüringen.

Die drei Neonazis, von denen nur noch die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe lebt, sollen zwischen den Jahren 2000 und 2007 zehn Morde begangen haben. Das Trio war 1998 untergetaucht, die Fahndung verlief erfolglos. Erst im November 2011 flog die Bande auf.

Auch ein Untersuchungsausschuss im Thüringer Landtag befasst sich mit den Pannen bei der Suche nach der Terrorgruppe.