London (dpa) - Japanische Wachteln legen ihre Eier dort ab, wo diese am besten getarnt sind. Sie berücksichtigen dabei die individuelle Färbung der Schale und bevorzugen ähnlich gefärbten Boden.

Dies zeigten britische Wissenschaftler in verschiedenen Experimenten. Ob dies tatsächlich auch die Überlebenschancen des Nachwuchses erhöht, müsse noch untersucht werden.

Japanische Wachteln (Coturnix japonica) brüten am Boden. Die Eier sind dort vielen Feinden ausgeliefert. Es ist bekannt, dass Farbe und Musterung der Eier verschiedener Weibchen stark variiert. Die Forscher um George Lovell von der Abertay University in Dundee (Schottland) boten nun weiblichen Tieren vier verschiedenfarbigen Sanduntergründe zur Eiablage an. Sie untersuchten dann den Zusammenhang zwischen Eimusterung und gewähltem Untergrund.

Die Vögel legten ihre Eier stets dort ab, wo diese am besten getarnt waren, wie die Forscher im Fachjournal «Current Biology» berichten. Weibchen, deren Eier stark gefleckt waren, entschieden sich für einen Ablageplatz, dessen Farbe mit den Flecken am besten übereinstimmte. Auf diese Weise verschwimmt die Kontur des Eis mit dem Hintergrund, so dass es schwerer zu entdecken ist. Vögel mit helleren und weniger stark gefleckten Eiern wählten hingegen eine Hintergrundfarbe, die zur Grundfarbe des Eis passte. «Die Vögel wissen, wie ihre Eier aussehen und wählen den Ablageort so, dass die Gefahr minimiert wird, dass die Eier gefressen werden», sagte George Lovell.