Wolfsburg (SID) - Einen Aufschlag bei den Spielergehältern wegen des Standortnachteils soll es beim VfL Wolfsburg in Zukunft nicht mehr geben. "Wenn das in der Vergangenheit so war, möchte ich das gerne ändern", sagte VfL-Manager Klaus Allofs im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Wir werden dafür sorgen, dass der erste Reflex im Zusammenhang mit Wolfsburg nicht immer ist: Da gibt's genügend Geld - und das Geld wird rausgeschmissen."

Zuletzt hatte eine Liste des Nachrichtenmagazins Der Spiegel mit den angeblichen Jahresverdiensten der Wolfsburger Profis für Aufsehen gesorgt. Demnach soll der brasilianische Spielmacher Diego ein Grundgehalt von 8,2 Millionen Euro kassieren. Aber auch Spielern, die keine Leistungsträger im Team sind, wurden in den vergangenen Jahren saftige Löhne vertraglich zugesichert.

"Da ist in einigen Fällen nicht mit genügend Augenmaß agiert worden", sagte Allofs. Dies betreffe auch die Quantität im Kader. Es werde wohl "zwei, drei Transferperioden" dauern, um den auf 40 Profis aufgeblähten Profikader signifikant zu verkleinern, meinte Allofs: "Bei uns wird es aber auch nicht passieren, dass ein Spieler irgendwohin gegen seinen Willen abgeschoben wird."