München (dpa) - Die Abschiedstournee von Jupp Heynckes als Trainer des FC Bayern München hat mit einem unspektakulären Sieg begonnen. Zum Rückrunden-Start setzte der deutsche Rekordmeister durch einen ungefährdeten 2:0 (1:0)-Heimerfolg gegen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth seinen Meisterkurs fort.

Drei Tage nach der Verpflichtung von Erfolgscoach Pep Guardiola als Trainer für die kommende Saison sorgte Mario Mandzukic (24. Minute/61.) mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack für die Münchner für die Tore gegen hoffnungslos unterlegene Franken.

Vor 71 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena dominierten die Bayern das Spiel gegen ultra-defensive Fürther. Mit einem 4-5-1-System zogen sich die stark ersatzgeschwächten Franken meistens weit zurück. Die Münchner waren dadurch eigentlich ständig - allerdings ohne große Tempowechsel - in Ballbesitz.

Abgeblockte Schüsse des bemühten Franck Ribéry (9./11.) und von Dante (21.), ein Kopfball des starken Javi Martínez (12.) lautete die Chancenbilanz, ehe das Duell zweimal Mandzukic gegen Torhüter Wolfgang Hesl hieß. Einen Volleyschuss des Kroaten wehrte der Fürther Schlussmann noch stark ab. Wenige Sekunden später lenkte er sich dann den nächsten Schuss von Mandzukic zum 1:0 ins kurze Eck. Der Kroate hatte wie erwartet den Vorzug vor dem auf der Bank hockenden Mario Gomez bekommen. Erst kurz vor Schluss kam der Stürmertausch.

Mit der Führung im Rücken vergaben die Hausherren durch Thomas Müller (35.) und Mandzukic (35.) das frühzeitige 2:0. Dagegen kamen die Gäste nicht einmal zum Torabschluss, eigentlich sogar in der ersten Spielhälfte nicht einmal aus der eigenen Hälfte heraus.

Anders in der 54. Minute: Zoltan Stieber war links durch, doch zu einer klaren Chance reichte es zum Ärger eines wild gestikulierenden Fürther Trainers Mike Büskens an der Seitenlinie nicht. Gegen bei Minusgraden etwas unterkühlt spielende Münchner erwachte aber auch danach kein Mut beim Abstiegskandidaten, dessen Niederlage durch den zweiten Treffer von Mandzukic nach Ecke von Toni Kroos besiegelt war. Für den Münchner Angreifer war es das elfte Tor im 16. Liga-Spiel.

Heynckes brachte in der Schlussphase noch einmal frische Kräfte für die Offensive. Xherdan Shaqiri und Arjen Robben gaben dem Spiel in Ansätzen noch einmal mehr Dynamik. Ansonsten war es vor allem Ribéry, der für Tempo auf dem Spielfeld sorgte. Ein paar Eckbälle und abgefälschte Schüsse sprangen für die Bayern noch heraus, doch letztlich reichte den Profis der 2:0-Pflichtsieg auch so.

Die Münchener starteten damit gemächlich in die Rückrunde, dagegen wurde das Fürther Dilemma wieder einmal deutlich. Bei der einzigen Chance fehlte die Effektivität, hinten brachte die Gäste wieder ein individueller Fehler auf die Verliererstraße.