London (SID) - Der britische Sportjournalist David Walsh hat die von Lance Armstrong im zweiten Teil seines Beicht-Interviews angebotene Entschuldigung angenommen. Der Sunday-Times-Reporter schrieb via Nachrichtendienst Twitter: "Ich habe nicht um eine Entschuldigung gebeten oder sie erwartet, aber ja, wenn sie mir angeboten wird, nehme ich sie an." Die Aufrichtigkeit von Armstrongs Worten zweifelte Walsh aber an.

Walsh hatte 2001 aufgedeckt, dass Armstrong von dem italienischen Dopingarzt Michele Ferrari behandelt worden war, 2004 veröffentlichte der Ire als Co-Autor des Buches "L.A. Confidential" Dopingvorwürfe gegen Armstrong.

Die Sunday Times will Schadensersatz in Millionenhöhe vom gefallenen Radstar einklagen. Das Blatt, das dem australischen Medienmogul Rupert Murdoch gehört, war 2006 vor Gericht gegen Armstrong unterlegen und musste umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro zahlen. Armstrong war mit seiner Klage erfolgreich gegen einen Artikel aus dem Jahr 2004 vorgegangen, in dem die englische Zeitung ihm unlautere Methoden bei seinen Tour-Siegen vorgeworfen hatte.