Wengen (SID) - Christof Innerhofer aus Italien hat die traditionsreiche Abfahrt im schweizerischen Wengen gewonnen. Auf der längsten Strecke im alpinen Weltcup benötigte der noch amtierende Weltmeister im Super-G eine Zeit von 2:29,82 Minuten für die 4415 Meter vom Lauberhorn. Der 28-Jährige aus Bruneck in Südtirol hatte damit 0,30 Sekunden Vorsprung auf Klaus Kröll (Österreich) sowie 0,76 Sekunden auf dessen Landsmann Hannes Reichelt.

Die deutschen Läufer erlebten einen schwarzen Tag. Stephan Keppler (Ebingen) stürzte, blieb aber unverletzt. Der unmittelbar nach ihm gestartete Andreas Sander (Ennepetal) wurde abgewunken, er wagte sich dennoch nochmal auf die kraftraubende Strecke und belegte immerhin Rang 32 (4,27 Sekunden zurück). Josef Ferstl (Hammer) rutschte nach einem Sturz kurz vor dem Ziel über die Ziellinie und wurde nachträglich wegen eines Torfehlers disqualifiziert.

Für ein Raunen unter den Zehntausenden Zuschauern entlang der Strecke sorgte auch John Clarey (Frankreich). Er erreichte in der Passage "Haneggschuss" eine Spitzengeschwindigkeit von 161,9 km/h, ein höheres Tempo war auf einer Weltcup-Abfahrt noch nie gemessen worden. Den offiziellen Geschwindigkeits-Weltrekord auf Ski hält seit 2006 der Italiener Simone Origone, der im französischen Les Arcs auf 251,4 km/h kam.