Igls (SID) - Die deutschen Skeleton-Piloten haben beim Rekordsieg des überragenden Letten Martins Dukurs eine EM-Medaille verpasst. Der WM-Zweite Frank Rommel (Eisenach) landete beim gleichzeitig als Weltcup ausgetragenen Rennen im österreichischen Igls als bester deutscher Fahrer auf Platz fünf. Rommel hatte am Ende 1,97 Sekunden Rückstand auf Sieger Dukurs.

Der Dominator aus Lettland fuhr zwei Wochen vor dem WM-Rennen in St. Moritz mit Bahnrekorden in beiden Durchgängen in einer anderen Liga und kürte sich mit dem vierten Titel in Folge zum alleinigen EM-Rekordchampion. Sein drei Jahre älterer Bruder Tomass Dukurs gewann in Igls Bronze hinter dem Russen Alexander Tretjakow.

Sollte Martins Dukurs nach seinen Siegen in Königssee und Igls auch noch zum Weltcupabschluss in Sotschi (15. bis 17. Februar) triumphieren, würde er die erstmals ausgefahrene "Triple Trophy" gewinnen und ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro kassieren.

Rommel war trotz der verpassten EM-Medaille zufrieden. "Gegen die Startraketen ist hier auf dieser Bahn kein Kraut gewchsen. Dafür ist sie zu einfach", sagte der WM-Zweite.

Der Oberhofer Christopher Grotheer landete auf der Olympiabahn von 1976 auf einem guten siebten Rang (+2,28 Sekunden). Sein Teamkollege Alexander Kröckel, der im Vorjahr in Altenberg zu EM-Bronze gefahren war, musste sich mit Platz neun (+2,44) zufriedengeben.