Köln (SID) - Chefcoach Uwe Krupp vom achtmaligen deutschen Eishockey-Meister Kölner Haie sieht die Neubesetzung der Geschäftsführerposition aufgrund des am Saisonende bevorstehenden Wechsels von Thomas Eichin zum Fußball-Bundesligisten Werder Bremen auch als Chance. "Das ist eine ganz klare Sache für mich: Es muss als eine Chance gehandelt werden, sich zu verbessern. Das muss das Ziel in dieser Position sein. Da es keine einfache Angelegenheit ist, sollte man sich auch Zeit lassen. In Köln muss es rund laufen, und da spielt diese Person eine wichtige Rolle. Es muss gut durchdacht sein", sagte der 47 Jahre alte Ex-Bundestrainer dem Kölner Sonntags-Express.

Der frühere Fußball-Bundesliga-Profi Eichin werde im Übrigen laut Krupp aus Flachs nur noch "Klaus Allofs" (Ex-Werder-Geschäftsführer, d. Red.) genannt. "Natürlich gibt es ein paar Kandidaten, aber ich denke, es ist nicht einfach, ihn zu ersetzten", sagte der langjährige NHL-Profi, "er war zwölf Jahre hier. Er weiß, was in Köln funktioniert. Er hat ja alles erlebt: Finale, Viertelfinal-Aus und auch eine Saison ohne Play-offs. Er hat gute Kenntnis unserer Kölner Eishockey-Szene und hinterlässt große Fußstapfen."

Angesprochen auf eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2014 datierten Vertrages bei den Haien sagte Krupp: "Ich will Erfolg haben, binde mich da an die Mannschaft. Wenn wir Erfolg haben, dann wollen die Spieler bleiben. So ist es auch bei mir. Wir haben das Ziel, Meister zu werden, hoffentlich schaffen wir das in den nächsten Jahren."

Er wolle erst einmal gewinnen. "Dann reden wir übers Verlängern", betonte der gebürtige Kölner, "nach der Saison habe ich immer noch ein Jahr Vertrag, auch dann muss man auch hier noch keine Gespräche führen, denn auch dann will ich erst gewinnen oder das Gefühl haben, auf dem richtigen Weg zu sein."