Frankfurt/Main (dpa) - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Ermittlungen nach dem Pyro-Eklat beim Bundesligaspiel Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt (3:1) aufgenommen. Dies teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker mit.

Die Partie in der BayArena war am Samstag nach 15 Minuten beim Stand von 0:0 unterbrochen worden, weil Zuschauer im Eintracht-Gästeblock Bengalos gezündet und Leuchtraketen abgefeuert hatten. «Wir hoffen, dass mit Hilfe der Polizei und Vereine die Täter identifiziert werden können und auch gezielt gegen einzelne Chaoten vorgegangen werden kann», sagte Köttker.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will auch nach dem Pyro-Vorfall das Gespräch mit den Fans nicht beenden. «Die DFL hält weiter am eingeschlagenen Weg von Austausch und Dialog mit den Fan-Organisationen fest», erklärte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig. «Die inakzeptablen Vorfälle in Leverkusen zeigen aber auch, dass es sinnvoll war und ist, sich ernsthaft mit dem Thema Sicherheit zu beschäftigen.»

«Gewalt und Pyrotechnik haben nichts mit Fußball-Kultur zu tun. Hier muss weiter - auch und gerade vor Ort - an zielführenden Lösungen gearbeitet werden», sagte Rettig. «Vereine und Verbände sind sich darüber einig, dass die täterorientierte Bestrafung im Vordergrund stehen muss.»