Hannover (dpa) - Das Interesse der Bürger an der Landtagswahl in Niedersachsen ist zum Start noch geringer gewesen als bei der Wahl vor fünf Jahren. Zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale hatten erst knapp 5,4 Prozent ihre Stimme abgeben.

Das teilte eine Mitarbeiterin der Landeswahlleitung am Sonntagmorgen in Hannover mit. Vor fünf Jahren hatte die Beteiligung zum selben Zeitpunkt bei rund 5,7 Prozent gelegen.

Stephan Weil, der SPD-Herausforderer des amtierenden Regierungschefs David McAllister (CDU), wählte am Vormittag in Hannover. «Das wird ein ganz enges Rennen», sagte er. «Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.» Auch Altkanzler Gerhard Schröder und seine Frau Doris Schröder-Köpf, die sich erstmals für die SPD um ein Landtagsmandat bewirbt, gaben am Morgen ihre Stimme ab.

Die Wahl in Niedersachsen wird in Berlin mit großer Spannung beobachtet, weil sie als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst gilt. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden CDU/FDP-Regierung unter Ministerpräsident McAllister und Rot-Grün voraus. Die FDP muss nach den Umfragen aber um den Wiedereinzug in den Landtag fürchten. Sollten die Liberalen tatsächlich an der 5-Prozent-Hürde scheitern, könnten SPD und Grüne die neue Regierung stellen.

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