Hannover (dpa) - Wenige Stunden vor Schließung der Wahllokale steigt die Nervosität in Niedersachsen. Bei der Landtagswahl wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden schwarz-gelben Koalition von Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Rot-Grün erwartet.

Letzte Umfragen sahen die beiden Lager nahezu gleich auf. Die Wahl stieß bei den Bürgern zunächst jedoch nur auf verhaltenes Interesse. Bis Sonntagmittag gab erst knapp ein Viertel der Wahlberechtigten die Stimme ab.

Insgesamt sind in Niedersachsen 6,1 Millionen Bürger aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen. Spannend ist besonders das Abschneiden der FDP: Verpassen die Liberalen den Einzug in den Landtag, dürfte feststehen, dass SPD-Herausforderer Stephan Weil neuer Regierungschef im zweitgrößten deutschen Flächenland wird. Weil ist derzeit Oberbürgermeister in der Landeshauptstadt Hannover.

Die Wahl gilt auch als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst. Sollte die FDP nicht mehr in den Landtag kommen, gilt die Zukunft von Bundesparteichef Philipp Rösler als offen. Aber auch Debatten um SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück könnten wieder aufflammen, wenn die SPD den Machtwechsel an der Leine verpassen sollte.

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