Brüssel (dpa) - Die Euro-Kassenhüter werden bei ihrer Abendsitzung am Montag von der Geldgeber-«Troika» aktuelle Informationen über die Lage in Zypern erhalten.

«Von der Troika erwarten wir uns mehr als einen ersten Einblick in die Gesamtmaterie», sagte der scheidende Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Brüssel. Er bekräftigte eine frühere eigene Einschätzung, wonach erst im März mit einer Abmachung über ein Hilfsprogramm für den Inselstaat zu rechnen sei.

Nikosia braucht nach bisherigen Schätzungen rund 17,5 Milliarden Euro Finanzhilfe. Der Bankensektor des kleinen Landes ist schwer von der Griechenland-Krise getroffen.

Die Kassenhüter wollen bei ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr auch einen neuen Vorsitzenden benennen. Der Niederländer Jeroen Dijsselbloem ist bisher einziger Kandidat für die Nachfolge Junckers. Aus Frankreich waren in der vergangenen Wochen noch Bedenken der letzten Minute gekommen. «Ich glaube nicht, dass es da unüberwindbare Probleme gibt. Es geht alles seinen Lauf», meinte der luxemburgische Premier vor Journalisten.

Lebenslauf Dijsselbloem