Frankfurt/Main (dpa) - Wegen Fan-Randale bei insgesamt drei Bundesliga-Spielen muss Eintracht Frankfurt mit einer harten Strafe rechnen.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat einen Antrag gegen den Club zurückgezogen, der eine Geldstrafe von 100 000 Euro wegen Vorfällen mit Frankfurter Zuschauern am 21. September beim 1. FC Nürnberg und am 30. November bei Fortuna Düsseldorf forderte. Diese Fälle fließen in die Beurteilung des Leverkusen-Spiels mit ein: Am Samstag hatten Eintracht-Anhänger dort für eine siebenminütige Spielunterbrechung gesorgt, indem sie Bengalos gezündet und Leuchtraketen auf den Rasen geschossen hatten.

«Die Verfehlungen der Frankfurter Zuschauer in den genannten drei Spielen werden jetzt von uns gebündelt behandelt und fließen allesamt in das neue Verfahren ein», sagte Anton Nachreiner, Vorsitzender des Kontrollausschusses, in einer DFB-Mitteilung. Frühestens Mitte bis Ende nächster Woche sei mit einer Entscheidung zu rechnen. Diese kann in einem schriftlichen Verfahren oder in einer mündlichen Verhandlung fallen.

Die Ultras von Frankfurt haben sich von den Chaoten distanziert. «Unsere allgemeine Einstellung zu Pyrotechnik dürfte hinlänglich bekannt sein, wir verzichten daher an dieser Stelle auf langwierige Ausführungen», heißt es in einer Erklärung auf der Homepage der Fan-Gruppe des hessischen Fußball-Bundesligisten. «Wir möchten aber alle Eintrachtfans darüber informieren, dass das Zünden von Böllern, das Schmeißen von Bengalos und das Abschießen von Leuchtspur, insbesondere auch noch auf Spieler, nicht unsere Unterstützung findet.»