Iskenderun (dpa) - Zum Schutz vor möglichen Angriffen aus dem Bürgerkriegsland Syrien sind am Montag «Patriot»-Luftabwehrsysteme der Nato in der Türkei eingetroffen.

Waffen und Ausrüstung für den Einsatz wurden am Morgen im Hafen der südtürkischen Stadt Iskenderun entladen, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa. Das deutsche Einsatzkontingent «Active Fence Turkey» wird in der Stadt Kahramanmaras stationiert, etwa 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt.

Die türkische Polizei hatte den Hafen am Morgen abgesperrt. Das deutsche Material wurde aus dem Schiff mit Lastwagen auf das Hafengelände gefahren.

Insgesamt werden etwa 350 deutsche Soldaten den Nato-Partner Türkei gemeinsam mit Einheiten aus den USA und den Niederlanden vor möglichen Raketenangriffen schützen. Spätestens Anfang Februar soll die volle Einsatzbereitschaft hergestellt sein.

Das Hauptkontingent für den Einsatz war am Vortag in der Türkei eingetroffen. Zu den etwa 240 Soldatinnen und Soldaten zählten auch Unterstützungskräfte aus der Logistik, der ABC-Abwehr und dem Sanitätsdienst. Die Einheiten seien Teil des «Integrierten Luftverteidigungssystems» der Nato in der Türkei, hatte die Luftwaffe mitgeteilt.