Berlin (dpa) - Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki sieht nach dem Erfolg bei der Landtagswahl in Niedersachsen die Debatte über den Parteivorsitzenden Philipp Rösler als erledigt an.

«Die Frage nach personellen Konsequenzen an der FDP-Spitze ist nach diesem Wahlergebnis nur noch etwas für Komiker», sagte Kubicki der «Leipziger Volkszeitung» (Montag). «Philipp Rösler hat sich stark engagiert im Wahlkampf. Er darf jetzt auch mit uns feiern.» Es werde keinen vorgezogenen Parteitag geben.

Er habe Rösler beim vorherigen Mal als Vorsitzenden gewählt und er werde das wieder tun, falls Rösler anträte. Jetzt habe die FDP aber alle Zeit der Welt, um sich gelassen zu sortieren. «Die FDP hat mit völlig unterschiedlichen Spitzenkandidaten jetzt drei Mal hintereinander bei Landtagswahlen gezeigt, dass sie acht Prozent und mehr holen kann», sagte Kubicki. Nun müsse auch die Union bei der Bundestagswahl liefern. «Wir liefern. Wenn die Union ihr Potenzial auch ausschöpft, ergibt das zusammen über 50 Prozent», so Kubicki.