Berlin (dpa) - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat für die Bundestagswahl eine schärfere Abgrenzung der Union von der FDP angekündigt. «Es wird ein Bundestagswahlkampf sein, in dem jeder für sich kämpft und für seine Stimmen», sagte die Kanzlerin nach Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin.

Mit den Liberalen gebe es Schnittmengen. Dies führe aber nicht dazu, «dass wir irgendwie identisch werden». Merkel verwies auf «Dissenspunkte» wie bei der Forderung nach einer allgemeinen Lohnuntergrenze, gegen die es in der FDP Vorbehalte gibt. Die CDU werde sich nicht scheuen, «im Wahlprogramm zu sagen, dass wir eine andere Meinung haben».

Merkel sagte, es sei wohl eine der Lehren aus den Zugewinnen der Liberalen bei der Niedersachsen-Wahl, «dass auch insgesamt nicht so große Angst herrschen muss, dass die FDP von der Bildfläche verschwindet». Die CDU-Einbußen und die Niederlage der schwarz-gelben Landesregierung in Hannover nannte sie schmerzhaft. Sie betonte, der unterlegene Ministerpräsident David McAllister gehöre weiterhin zu den «fähigsten, besten Köpfen» der CDU. «Ihm gehört die Zukunft, an welcher Stelle auch immer.»