Düsseldorf (dpa) - In der Plagiatsaffäre um Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) trifft die Universität Düsseldorf heute eine wichtige Vorentscheidung. Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät berät ab dem Nachmittag darüber, ob ein Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels eröffnet wird.

Dies hatte die Promotionskommission nach Prüfung der aus dem Jahr 1980 stammenden Dissertation Schavans einstimmig empfohlen. Schavan will auch im Fall eines Aberkennungsverfahrens wieder für den Bundestag kandidieren.

Begleitet wird die Diskussion von einem Streit unter Wissenschafts- und Hochschulorganisationen über die Korrektheit des monatelangen Prüfverfahrens der Heinrich-Heine-Universität. Auch die Tragweite der angeblichen Zitierfehler Schavans in der vor mehr als 30 Jahren eingereichten Arbeit ist unter Wissenschaftlern umstritten. Die Plagiatsvorwürfe waren Ende April 2012 anonym auf einer Internetplattform erhoben worden.

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