Bamako (dpa) - Nach der Rückeroberung mehrere wichtiger Städte in Zentral-Mali rücken malische und französische Truppen weiter gegen die Islamisten im Norden des Krisenlandes vor.

Nächstes Ziel der Offensive sei der Ort Hombori nordöstlich der Städte Kona und Douentza, die die Armee in den vergangenen Tagen bereits unter ihre Kontrolle gebracht hatte, sagte ein malischer Armeesprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Luftangriffe würden derzeit nicht geflogen, erklärte er.

Derweil kehrte in der Landesmitte nach Tagen schwerer Kämpfe wieder Ruhe ein. «In Douentza gibt es zwar noch keinen richtigen Alltag, aber wir sind sehr glücklich, dass die Dinge zur Normalität zurückkehren», sagte ein Anwohner am Telefon.

Die EU-Kommission erhöhte unterdessen die humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Hungernde in Mali um 20 Millionen Euro. Nach Angaben der EU-Kommission vom Dienstag hatte die Europäische Union im vergangenen Jahr bereits 111 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, von denen 38 Millionen Euro aus den nationalen Haushalten der Mitgliedstaaten kamen. Die Gewalt durch Kämpfe im Norden des Landes habe dafür gesorgt, dass 350 000 Menschen in den Süden und in Nachbarstaaten Malis geflohen seien. Die humanitäre Lage in Mali sei zunehmend schwieriger geworden.

Auswärtiges Amt zu Mali