Jerusalem (dpa) - Die vorgezogene Parlamentswahl in Israel hat mit einer etwas höheren Wahlbeteiligung als vor vier Jahren begonnen. Bis 09.00 Uhr MEZ lag sie nach Angaben der Wahlkommission bei 11,4 Prozent. 2009 seien es zu dem Zeitpunkt 10,3 Prozent gewesen.

Mehr als 5,6 Millionen Wahlberechtigte sind am Dienstag aufgerufen, die 120 Mitglieder der Knesset neu zu bestimmen. Die Wahllokale schließen um 21.00 Uhr (MEZ).

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kämpft um eine Regierungsmehrheit. Sein rechtes Bündnis Likud-Beteinu hat nach Umfragen gute Chancen, stärkste politische Kraft im Parlament zu werden. Die Regierungskoalition aus rechten, religiösen und siedlerfreundlichen Parteien kann mit etwa 65 der 120 Mandate rechnen. Die Parteien der politischen Mitte und links davon sind zerstritten.

Wichtigste Themen für die Wähler sind nach Umfragen Wirtschaft und Soziales. Dagegen haben die meisten Israelis den Glauben an einen Frieden mit den Palästinensern verloren. Auch der Atomstreit mit dem Iran stand nicht im Zentrum des Wahlkampfes.

Netanjahu gab kurz nach Öffnung der Wahllokale in Jerusalem in Begleitung seiner Frau Sara und seiner zwei erwachsenen Söhne seine Stimme ab. Er zeigte offen seinen Wahlzettel in die Kamera, auf dem das Symbol seiner eigenen Partei zu sehen war. «Es ist kein regnerischer Tag, aber ich hoffe, es wird Stimmen für den Likud regnen», zitierte die Zeitung «Jerusalem Post» den konservativen Politiker.

Netanjahus ultra-rechter Konkurrent, Israels neuer Politstar Naftali Bennett, habe vor dem Wahllokal sogar die Nationalhymne zum Besten gegeben, hieß es.

Informationen der Knesset zu den Wahlen

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