Frankfurt/Berlin (dpa) - Schnee und Glätte haben den Verkehr in Deutschland weiter ausgebremst. In der Nacht zu Dienstag war im Norden und Osten sowie im Südwesten neuer Schnee gefallen, allerdings nur wenige Zentimeter.

Vor allem am frühen Morgen kam es auf vielen Straßen zu Staus und Behinderungen. Besonders im Norden gerieten viele Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit ins Rutschen. Dabei kam es aber meist nur zu Blechschäden. Die Autofahrer hätten sich an die schneebedeckten Straßen gewöhnt, berichteten die niedersächsischen Polizeileitstellen.

Auch der Frankfurter Flughafen litt weiter unter den Folgen des eisigen Wochenauftakts. Die Lage entspannte sich jedoch bereits. Bis zum Mittag wurden auf Deutschlands größtem Airport 54 von 1200 geplanten Flügen annulliert, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport. 35 Verbindungen nach und 19 ab Frankfurt wurden wetterbedingt gestrichen. Am Montag waren nach Eisregen und starkem Schneefall 543 von 1190 Flügen ausgefallen.

Einen Tag nach einem 70 Kilometer langen Mega-Stau auf der A 4 in Thüringen sorgte ein Unfall auf der eisglatten Werrabrücke bei Eisenach mit acht Fahrzeugen für neue Behinderungen. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Die A 4 war in Richtung Frankfurt/Main zeitweilig voll gesperrt.

An zahlreichen Orten fuhren Räumfahrzeuge auf Straßen und Gehwegen Dauereinsätze. Autofahrer befreiten ihre Fahrzeuge von Schnee und Eis, Ladenbesitzer streuten auf den Fußwegen vor ihren Geschäften Sand. Der Schiffsverkehr zwischen der Nordseeinsel Wangerooge und dem Festland fiel am Vormittag wegen Niedrigwassers und Eisgangs aus. Urlauber mussten auf die Inselflieger ausweichen.

In anderen Bundesländern blieb es deutlich ruhiger. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise gab es am Dienstag keine witterungsbedingten Störungen auf Straßen und Schienen. In Rheinland-Pfalz waren die Fahrbahnen zwar stellenweise immer noch glatt oder schneebedeckt. Zu größeren Behinderungen oder Unfällen sei es aber nicht gekommen, berichteten die Polizeipräsidien.

Über das winterliche Wetter freuten sich auch viele Menschen: Kinder konnten mit ihren Schlitten rodeln, einige Erwachsene holten ihrer Langlaufskier raus - teilweise sogar in den Städten. In Niedersachsen jubelten Tausende Schüler. Sie erhielten am Dienstag schulfrei.

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