Gelsenkirchen (SID) - Aufsichtsratschef Clemens Tönnies vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 hat Sportvorstand Horst Heldt gegen aufkommende Kritik verteidigt. "Eine Diskussion um ihn lasse ich gar nicht aufkommen. Horst Heldt ist ein super Fußball-Fachmann. Er hat einen sauberen Charakter", sagte Tönnies bei einer Fan-Aktion der Sport Bild und ergänzte: "Ich kann an keiner Personalentscheidung von Horst einen massiven Kritikpunkt anbringen."

Heldt war unter anderem wegen der Transfers von Chinedu Obasi, Ciprian Marica oder Tranquillo Barnetta in die Kritik geraten. Auch dass er im Sommer keinen starken Torhüter verpflichtet hatte, war ihm angekreidet worden. Zudem stieß die Beförderung des U17-Trainers Jens Keller, den er aus gemeinsamen Stuttgarter Zeiten kennt, zum Chefcoach auf Skepsis.

Den Trainerwechsel von Huub Stevens zu Keller kurz vor Weihnachten hält Tönnies weiter für richtig. "Jens Keller ist ein junger, moderner Trainer, der eine hohe Akzeptanz bei den Spielern genießt", sagte der Schalke-Boss.

Kellers Beförderung verglich er mit der von Mirko Slomka 2006. Als der damalige Manager Andreas Müller nach der Trennung von Ralf Rangnick dessen Assistenten als Nachfolger vorschlug, "habe ich gesagt: 'Bist du verrückt geworden? Der sieht zwar aus wie George Clooney, aber das wird nichts.' Aber es hat hingehauen. Mirko hat super Arbeit gemacht." Unter Slomka wurde Schalke 2007 Vizemeister und zog 2008 ins Viertelfinale der Champions League ein, dennoch wurde er im April 2008 gefeuert.