Frankfurt/Main (dpa) - Trainer Armin Veh hat sich massiv über die seiner Meinung nach zu zögerliche Stürmersuche bei Eintracht Frankfurt beklagt.

«Ich bin angesäuert, weil nix passiert. Es ist absolut notwendig, einen neuen Stürmer zu holen. Ich kann nicht drei Spieler abgeben und keinen kriegen», sagte der 51-Jährige gegenüber mehreren Frankfurter Zeitungen. Veh, dessen Vertrag mit dem Fußball-Bundesligisten am Saisonende ausläuft, stellte sogar mögliche persönliche Konsequenzen in den Raum. «Wenn man jetzt nichts macht, ist das ein Zeichen für mich», meinte er.

Die Eintracht hat ein starkes Interesse an Igor de Camargo von Borussia Mönchengladbach und Srdjan Lakic vom VfL Wolfsburg, doch gut eine Woche vor dem Ende der Wechselfrist am 31. Januar noch keinen neuen Stürmer verpflichten können. Im Gegenzug stehen in Rob Friend (Vancouver Whitecaps) und Dorge Kouemaha (Gaziantepspor) zwei Angreifer vor dem Abgang, Offensiv-Allrounder Benjamin Köhler ist bereits zum 1. FC Kaiserslautern gewechselt. «Ich fordere ja nur ein, was machbar ist», sagte Veh. «Mir ist es immer lieber, man holt erst Verstärkung oder zieht die Transfers parallel durch. Bei uns laufen die Uhren eben anders. Das plätschert hier alles so dahin.»

Deutliche Worte fand Veh auch noch einmal für die Eintracht-Fans, die am vergangenen Samstag durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern für eine Unterbrechung des Spiels in Leverkusen gesorgt hatten. «Das belastet uns im sportlichen Bereich. Wir werden jeden Tag mit diesem Mist konfrontiert», schimpfte der Coach. «Fragt diese Typen mal, wer bei uns spielt. Das wissen die gar nicht. Die kommen ja nicht mal ins Kino, wenn die Filme ab 18 sind. Wenn wir sportlich bestraft werden wegen diesen Vollidioten, verstehe ich die Welt nicht mehr.»