Berlin (SID) - Starker Mann, großes Herz: Diskus-Olympiasieger Robert Harting engagiert sich sozial und wird künftig einen an Spinaler Muskelatrophie erkrankten zweijährigen Jungen unterstützen. "Was der kleine Mika braucht, sind Muckis. Ich habe ein paar durchs Training, und da wird man versuchen, eine Symbiose zu finden", sagte Harting am Mittwoch in Berlin: "SMA ist genetisch bedingt, die Muskeln können nicht so angesteuert werden und bilden sich langsam zurück. Mika wohnt in der Nähe meiner Eltern. Als ich die Sache erkannt habe, wollte ich helfen", erklärte Harting.

Eine der wichtigsten Geldquellen für das Projekt soll ein nach Hartings Vorstellungen gestaltetes Zimmer in einem Berliner Hotel sein, das der Diskus-Riese am Mittwoch vorstellte. Die Einnahmen der Suite kommen der Familie zugute. Neben den eingerahmten Überresten seines zerissenen Olympia-Trikots von London befinden sich in der Zwei-Raum-Suite weitere sportliche Andenken sowie selbst erstellte Kunstwerke Hartings.

Ungeachtet dessen sucht Harting mit Hilfe eines finanzstarken Unternehmers über das System der Sporthilfe hinaus weiter den eigenen Weg für ein neues Fördermodell. "Erklären kann ich das soweit noch nicht, es sind aber viele gute Nachrichten in den letzten Wochen eingetroffen", sagte Harting, der inzwischen auch wieder in Kontakt zu DOSB-Präsident Thomas Bach steht: "Ja, wir haben telefoniert. Aber ich erzähle ja auch nicht, was ich mit meiner Mama bespreche", sagte Harting.

Harting hatte den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dessen Präsidenten Bach in der Vergangenheit immer wieder wegen der seiner Meinung nach unzureichenden Sportlerförderung scharf kritisiert.