Berlin (dpa) - Die gute Konjunktur und der Beschäftigungsboom haben der Gesetzlichen Rentenversicherung das dickste Finanzpolster aller Zeiten beschert. Zum Jahresende 2012 kletterte deren Rücklage auf 29,4 Milliarden Euro. Das waren 5,4 Milliarden Euro mehr als 2011.

Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Die «eiserne Reserve» entspreche 1,69 Monatsausgaben, hatte zuvor schon die «Stuttgarter Zeitung» berichtet. Die Pflichtbeiträge der Rentenversicherung sind 2012 nach den Worten des Sprechers um 2,3 Prozent gestiegen: von 170,5 auf 174,5 Milliarden Euro.

Da der Rentenbeitragssatz zu Jahresbeginn von 19,6 auf 18,9 Prozent des Bruttoeinkommens gesenkt wurde, ist mit einem Abschmelzen der Rücklage im Jahresverlauf zu rechnen - auf voraussichtlich 27,3 Milliarden Euro.

Der CDU-Sozialexperte Peter Weiß sprach sich in der Zeitung dafür aus, die gute Kassenlage zur Aufstockung der Mindestreserve zu nutzen. Derzeit kann die Rücklage der Rentenversicherung bis auf 0,2 Monatsausgaben absinken. Erst dann muss der Rentenbeitragssatz erhöht werden.