Frankfurt/Main (dpa) - Die Banken des Euroraums haben der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich mehr an Krisenhilfe zurückgezahlt als erwartet. In einer ersten Runde flossen der Notenbank insgesamt 137,2 Milliarden Euro zu, wie die EZB am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Die Markterwartungen hatten in etwa zwischen 50 und 100 Milliarden Euro gelegen. Bei den Mitteln handelt es sich um Gelder aus der Ende 2011 gewährten Langfristhilfe der EZB. Sie hat eine ungewöhnlich lange Laufzeit von bis zu drei Jahren.

Zusammen mit einem zweiten derartigen Refinanzierungsgeschäft im Februar 2012 hatte die EZB den Geschäftsbanken insgesamt gut eine Billion Euro ausgereicht. Grund war die drohende Eskalation der Schuldenkrise im Euroland.