Neuburg a.d. Donau (dpa) - Da braucht man mehr als eine Badehose: Beim Donauschwimmen im Januar sprangen die meisten Sportler im Neoprenanzug ins Wasser. Für die fast nackten Eisschwimmer gab's ein Wärmezelt.

An die 2000 abgehärtete Sportler sind beim traditionellen Donauschwimmen an den Start gegangen. In Neuburg a.d. Donau veranstaltete die dortige Wasserwacht den eiskalten Wettbewerb am Samstag zum 44. Mal. Tausende Besucher säumten bei winterlichem Wetter und frostigen Temperaturen die Strecke am Ufer und feuerten die Teilnehmer an. Etliche Schwimmer sprangen kostümiert ins drei Grad kalte Wasser.

Die Strecke betrug für die Teilnehmer in Neoprenanzügen 4000 Meter. Die schnellsten brauchten dafür keine halbe Stunde. Es hatten sich aber auch 22 sogenannte Eisschwimmer angemeldet, die sich nur mit Badehose bekleidet flussabwärts ins Wasser wagten und mit 400 Metern begnügten. Für sie stand ein Wärmezelt des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bereit, gebraucht hat es jedoch keiner von ihnen, wie Roland Sammet von der Wasserwacht mitteilte.

Der Ursprung des Donauschwimmens liegt im Fitnesstraining von Rettungstauchern während des Winters. Daraus entwickelte sich eine auch für Tourismus und Handel in der Region bedeutende Veranstaltung, die zudem eine Faschingsgaudi geworden ist. Viele Teilnehmer basteln eigens schwimmende Aufbauten, die - ähnlich wie bei traditionellen Faschingsumzügen - aktuelle Themen aufgreifen.

Preise gibt es am Ende nicht etwa für die schnellsten Schwimmer, sondern für ganz andere Kriterien. So wird etwa der älteste Teilnehmer ausgezeichnet, wer den originellsten Aufbau hat oder jene Gruppe, die schon am häufigsten dabei war. Für einige Teilnehmer war es bereits das 40. nasskalte Vergnügen.

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