Fürth (dpa) - Die SpVgg Greuther Fürth kann auch im neuen Jahr im eigenen Stadion nicht gewinnen. Nach der 0:3 (0:0)-Heimkatastrophe gegen den FSV Mainz 05 befindet sich der Tabellenletzte weiter auf dem direkten Rückweg in die 2. Fußball-Bundesliga.

Adam Szalai mit seinen Saisontreffer zehn und elf (53./84. Minute) und der neu ins Team gekommene Mittelfeldspieler Yunus Malli (65.) erzielten am Samstag vor 14 425 Zuschauern die Tore für die Mainzer, die mit dem dritten Auswärtssieg Kurs auf einen Europapokalplatz hielten. Bei Fürth konnte dagegen auch der erstmals eingesetzte neue Stürmer Nikola Djurdjic auf Anhieb die Torarmut der Franken nicht abstellen.

Am zweiten Spieltag hatten die Fürther in Mainz mit einem 1:0 ihren historischen ersten Bundesligasieg gefeiert. Das sollte eigentlich ein gutes Omen sein, um im zehnten Versuch auch endlich mal in der eigenen Arena als Gewinner vom Platz zu gehen. Dieser Erfolgsdruck war den Spielern von Trainer Mike Büskens anzumerken, besonders vor dem gegnerischen Tor: In der zweiten Minute hatte Zoltan Stieber gleich eine große Chance, aber der Mittelfeldspieler agierte im Strafraum zu unentschlossen - ein erstes Aufstöhnen war auf den Rängen zu hören.

Auch der bemühte Mittelstürmer Christopher Nöthe hatte kein Glück im Abschluss, sein Kopfball flog über das Mainzer Tor (8.). Kurz vor der Pause bot sich Sercan Sararer ebenfalls noch eine Kopfballchance (42.). Fürth hatte bis zur Pause die besseren Chancen, während bei den reifer wirkenden Mainzern da noch die spätere Entschlossenheit fehlte. Der letzte Pass kam selbst in aussichtsreichen Situationen nicht an. Das teilweise gefällige Mittelfeldspiel verpuffte so.

Zur zweiten Hälfte brachte Büskens den neuen Hoffnungsträger Djurdjic. Der 26 Jahre alte Serbe, der zuletzt in Schweden für Helsingborgs IF Tore geschossen hatte, ging auch engagiert zu Werke. Als Torjäger stach aber nicht der etwas mehr als eine Million Euro teure Djurdjic, sondern der Mainzer Goalgetter Szalai: Der Ungar bewies seinen Instinkt beim wichtigen Führungstor, als er im Nachschuss mit dem linken Fuß erfolgreich war. Zuvor hatte Fürths Torwart Wolfgang Hesl einen Schuss von Andreas Ivanschitz abgewehrt.

Der Rückstand zeigte bei den Fürthern Wirkung. Offensiv lief nun noch weniger zusammen - und hinten ging die Stabilität verloren. Die Mainzer agierten nun auch effektiv: Nacheinander kamen Nicolai Müller, Szalai und Malli zum Schuss - letzterer mit Erfolg. Einen Konter vollendete schließlich Szalai mit seinem elften Saisontor - genauso viele haben alle Fürther zusammen in 19 Spielen erzielt.