Köln (SID) - Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), verspricht sich kaum Erhellendes vom Prozess gegen den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes. "Ich erwarte eigentlich recht wenig vom Prozess", sagte der frühere Bundesverteidigungsminister bei Sky Sport News HD: "Ich rechne nicht mit zusätzlicher Aufklärung, obwohl es eigentlich naheliegt, dass ein so systematisches Doping, wie es mit dem Namen Fuentes verbunden ist, nicht auf den Radsport beschränkt war."

Fuentes muss sich seit Montag in Madrid vor Gericht verantworten, kündigte aber an, keine Sportler belasten zu wollen. Der Fuentes-Fall, auch als Operación Puerto bekannt, zählt zu den größten Dopingaffären in der Geschichte des Radsports. Im September 2005 wurde Roberto Heras bei der Spanien-Rundfahrt, die er gewann, positiv auf EPO getestet. Dieser Vorfall gilt als zentraler Ausgangspunkt der Ermittlungen der Guardia Civil.