Salt Lake City (SID) - Für Jenny Wolf hat die Sprint-WM der Eisschnellläufer in Salt Lake City am Sonntag ein bitteres Ende genommen. Nach zuvor bereits durchwachsenen Leistungen stürzte die Berlinerin im abschließenden Lauf über 1000 m und musste sich in einer Zeit von 2:06,93 Minuten mit Rang 23 begnügen. In der Gesamtwertung reichte es für Wolf, die auf eine Top-10-Platzierung gehofft hatte, mit 176,615 Punkten ebenfalls nur zu Position 23.

Kurz zuvor hatte sich Wolf im zweiten Rennen über 500 m mit einer Steigerung um fast drei Zehntelsekunden zumindest ansatzweise für die Vorstellung vom Vortag rehabilitiert. Die 33-Jährige landete über ihre Spezialstrecke in 37,28 Sekunden auf dem geteilten fünften Platz, nachdem sie am Samstag über dieselbe Distanz in 37,53 Sechste geworden war. "Der zweite Lauf hat Mut gemacht für die kommenden Wochen", sagte Chef-Bundestrainer Markus Eicher.

Dennoch musste sich Wolf von ihrem über drei Jahre alten Bahnrekord (37,00) verabschieden, nachdem Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa das Ziel in 36,99 Sekunden erreicht hatte. Der Gesamtsieg ging an Heather Richardson aus den USA, die mit 148,015 Zählern einen Punkteweltrekord im Sprintvierkampf aufstellte.

Bei den Männern zeigte Nico Ihle (Chemnitz) am Sonntagabend erneut eine starke Leistung: Er verbesserte seinen am Samstag aufgestellten deutschen Rekord über 500 m (34,87) noch einmal deutlich auf 34,64. Im Gesamtranking schaffte es Ihle mit einem deutschen Punkterrekord von 137,945 Punkten auf Rang zehn.

1000-m-Spezialist Samuel Schwarz legte über 500 m in 34,93 eine persönliche Bestzeit aufs Eis und wurde am Ende Elfter (138,115). Den Gesamtsieg sicherte sich Michel Mulder aus den Niederlanden und stellte dabei mit 136,790 Zählern ebenfalls einen Punkteweltrekord auf.