Turin (dpa) - Der kriselnde italienische Autobauer Fiat hält sich weiterhin nur dank der florierenden Geschäfte seiner US-Tochter Chrysler in den schwarzen Zahlen.

Wie der Konzern am Mittwoch in Turin mitteilte, erzielte die Gruppe im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von mehr als 1,4 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis liegt über den Erwartungen. Doch ohne Chrysler hätte Fiat 2012 wegen des eingebrochenen europäischen Marktes über eine Milliarde Euro Verlust eingefahren.

Der Gesamtumsatz der Fiat-Gruppe, also mit dem US-Partner, stieg um zwölf Prozent auf 84 Milliarden Euro. Dies war vor allem den Verkäufen in Nord- und Südamerika zu verdanken. Denn in der Region Europa-Nahost-Afrika schrumpfte der Umsatz den Angaben zufolge um elf Prozent, vor allem wegen des schlechten Geschäfts im von einer anhaltenden Rezession betroffenen Italien. Das Unternehmen verkaufte 4,2 Millionen Fahrzeuge.

Der Verwaltungsrat der Gruppe legte am Mittwoch fest, dass den Aktionären keine Dividende gezahlt werde, weil Fiat eine «erhöhte Liquidität» erhalten wolle. Fiat-Chef Sergio Marchionne sagte in Turin, in Europa seien nicht vor 2015/16 wieder Gewinne für Fiat zu erwarten.

Fiat bestätigte seine Ziele für 2013. Die Erlöse sollen in diesem Jahr auf 88 bis 92 Milliarden Euro steigen. Unter dem Strich peilt Fiat 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro Gewinn an.