Nairobi (Kenia) (SID) - Kenianische Leichtathleten haben im vergangenen Monat erstmals Blutdoping-Tests in ihrem Heimatland absolviert. Die vom Weltverband IAAF initiierten Proben wurden bei 32 Athleten arrangiert, um umfangreiche Daten für die Anlegung von Blutprofilen zu erhalten. Anhand dieser können spätere Dopingverstöße nachgewiesen werden. "Das waren keine spontanen Tests", bestätigte deshalb Isaiah Kiplagat, Chef des kenianischen Leichtathletik-Verbandes, zu den Maßnahmen in Nairobi und Eldoret.

Die Tests sind auch eine Reaktion auf einen Report der ARD, in dem 2012 von weit verbreiteten Dopingpraktiken in Kenia berichtet wurde. "Wir haben von 2008 bis 2010 beobachtet, dass die Blutwerte der Kenianer bei Starts in Europa viel höher sind als in den Jahren davor. Es steht für mich daher außer Frage, dass es da irgendeine Form von Blutmanipulation gibt", hatte der schwedische Sportwissenschaftler und Dopingfahnder Bengt Saltin in der ARD erklärt.