Berlin (dpa) - SPD und Grüne verspüren nach dem knappen Erfolg in Niedersachsen auch bundesweit leichten Aufwind. Die SPD verbessert sich in dem am Mittwoch veröffentlichten Wahltrend von «Stern» und RTL um zwei Punkte auf 25 Prozent.

Andere Umfragen hatten sie zuletzt bei bis zu 29 Prozent gesehen. Die Grünen legen einen Punkt zu auf 15 Prozent.

CDU/CSU fallen im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 40 Prozent, bleiben aber deutlich die stärkste politische Kraft. Die FDP würde mit 4 Prozent den Einzug in den Bundestag verpassen. Die Linke bleibt bei 8 Prozent, die Piraten liegen bei 3 Prozent (4 Prozent).

Damit kommen SPD und Grüne zusammen auf 40 Prozent - genauso viel wie die Union allein. Eine rot-grüne Mehrheit ist damit weiterhin nicht in Sicht.

Der Parlamentarische SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte am Mittwoch mit Blick auf den rot-grünen Wahlsieg in Niedersachsen: «Das stärkt den Glauben an die eigenen Möglichkeiten». Der Erfolg habe einen «ungemeinen Schub an Selbstbewusstsein» gegeben. Union und FDP würden sich zunehmend Stimmen wegnehmen, und das Beispiel von Ministerpräsident David McAllister (CDU) zeige, dass ein beliebter Regierungschef allein keinen Erfolg garantiere. «Wir schauen dem Kannibalismus im konservativen Lager gelassen zu», so Oppermann.