Berlin (dpa) - Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat Äußerungen über die Zionisten in Israel als aus dem Zusammenhang gerissen bezeichnet und sich zur Religionsfreiheit bekannt.

«Ich bin nicht gegen das Judentum als Religion. Ich bin nicht gegen die Juden, die ihre Religion ausüben», sagte Mursi am Mittwoch nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Seine Äußerungen seien aus dem Kontext gerissen worden. Er sei gläubiger Muslim. «Und meine Religion verpflichtet mich dazu, an alle Propheten zu glauben, alle Religionen zu respektieren und das Recht der Menschen zur Glaubensfreiheit zu respektieren.»

Mehrere internationale Medien hatten Mitte Januar über TV-Interviews von Mursi aus dem Jahr 2010 berichtet. Darin hatte er die Zionisten in Israel als «Blutsauger» und «Nachfahren von Affen und Schweinen» beschimpft. Mursi, der erste islamistische Präsident Ägyptens, sagte nun, es sei damals die Rede von religiösen Praktiken gewesen, mit denen Blut vergossen oder mit denen unschuldige Zivilisten angegriffen würden. Das akzeptiere er nicht. Jeder könne seine Religion ausüben, wie er wolle, solange es im Rahmen der Gesetze bleibe.

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