Berlin (dpa) - Der Gesetzentwurf zum besseren Schutz von Verbrauchern vor Abzocke im Internet und am Telefon geht nach Einschätzung von Verbraucherschützern nicht weit genug.

Unter anderem seien die Passagen zu Urheberrechtsverletzungen zu undeutlich formuliert, kritisierte Gerd Billen, Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, am Mittwoch.

Zudem sollten Abmahngebühren für Urheberrechtsverletzungen im Internet in einfachen Fällen bei 100 Euro gedeckelt werden. Das Bundesjustizministerium hatte in dem Entwurf eine Grenze von 155 Euro vorgeschlagen.

Das Gesetz sei «nun wirklich überfällig», erklärte Billen. «Viele Regelungen gegen unlautere Telefonwerbung und unseriöses Inkasso greifen erfreulicherweise unsere Forderungen auf, aber bei überzogenen Abmahnkosten für Urheberrechtsverletzungen höhlen unklare Begrifflichkeiten den Verbraucherschutz weiterhin aus», sagte er.