Karlsruhe (AFP) Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Voraussetzungen für Medikamenten-Werbung präzisiert. Laut einem am Mittwoch verkündeten Urteil dürfen Pharmafirmen die Reklame für Arzneien grundsätzlich nur auf Studien stützen, die "nach den anerkannten Regeln wissenschaftlicher Forschung durchgeführt wurden". Beziehen sich Werbeaussagen dagegen auf die Zusammenfassung mehrerer Untersuchungen, sogenannte Metaanalysen, müssen Verbraucher auf deren womöglich eingeschränkte Aussagekraft hingewiesen werden, heißt es im Urteil zur umstrittenen Werbung für ein Diabetes-Medikament. (Az: I ZR 62/11)