2:1 - DFB-Elf besiegt zum Jahresauftakt den Frankreich-Fluch

Paris (dpa) - Erstmals nach 78 Jahren hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wieder ein Länderspiel in Frankreich gewonnen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw setzte sich zum Jahresauftakt 2013 nach einer couragierten Leistung mit 2:1 (0:1) gegen die Franzosen durch und weckte ein Stück Zuversicht auf dem Weg zur WM in Brasilien. Die Entscheidung vor rund 75 000 Zuschauern am Mittwoch im Stade de France entstand durch eine Madrider Koproduktion. Sami Khedira verwertete den Doppelpass von Mesut Özil (74.) zum Siegtor. Zuvor hatte Thomas Müller (51.) die französische Führung durch Mathieu Valbuena (44.) ausgeglichen. Für das DFB-Team war es zudem der erste Auftaktsieg seit 2008.

EM-Test verpatzt: 0:1-Niederlage für U 21-Junioren in Italien

Andria (dpa) - Die deutschen U 21-Junioren haben zu Beginn des EM-Jahres einen Fehlstart hingelegt und mussten erstmals seit fast zwei Jahren wieder eine Niederlage hinnehmen. Die zuvor in 14 Spielen unbesiegte DFB-Auswahl von Trainer Rainer Adrion unterlag am Mittwoch im ersten Testspiel des Jahres in Andria Gastgeber Italien mit 0:1 (0:0). Vor 4000 Zuschauern im Stadion Degli Ulivi erzielte Fabio Borini (59. Minute) den Treffer für die Gastgeber. Im letzten Test vor der vom 5. bis 18. Juni stattfindenden EM tritt die DFB-Elf am 24. März bei EM-Gastgeber Israel an. Vorrundengegner des deutschen Teams sind die Niederlande, Spanien und Russland.

Außenseiter Burkina Faso und Nigeria im Finale des Afrika-Cup

Durban/Nelspruit (dpa) - Nigeria und Außenseiter Burkina Faso stehen im Finale um den Afrika Cup in Südafrika. Nigerias Fußball-Nationalteam setzte sich am Mittwoch in Durban gegen Mali mit 4:1 (3:0) durch. Das zweite Halbfinale in Nelspruit entschied Burkina Faso nach Elfmeterschießen mit 3:2 gegen Ghana für sich. Die Mannschaft um Augsburgs Stürmer Aristide Bancé und Ex-Bundesligaprofi Jonathan Pitroipa zieht zum ersten Mal in ein Finale der Afrikameisterschaften ein.

Zwanziger: Neuvergabe der Katar-WM 2022 derzeit kein Thema

Frankfurt/Main (dpa) - Eine Neuvergabe der Fußball-WM 2022 ist nach Aussage von FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger derzeit kein Thema. «Diese Frage stellt sich nicht. Erst einmal muss Herr Garcia seinen Bericht präsentieren. Dann stellt sich die Frage, ob andere Bewerber benachteiligt wurden. Alles andere ist pure Spekulation», sagte Zwanziger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der ehemalige DFB-Präsident widersprach damit einem Medienbericht, nach dem über einen anderen Ausrichter der umstrittenen Titelkämpfe in Katar schon beim FIFA-Kongress am 31. Mai auf Mauritius entschieden werden könne. Die WM-Vergabe an Katar ist wegen Korruptionsvorwürfen heftig umstritten.

Streit um Doping-Aufklärung an Uni Freiburg eskaliert

Freiburg/Düsseldorf (dpa) - Der Streit um die Aufklärung der Doping-Vergangenheit an der Uni Freiburg spitzt sich immer mehr zu. In einer am Mittwoch veröffentlichten 87-seitigen Pressemitteilung werfen die acht Mitglieder der Untersuchungskommission der Hochschule die «Manipulation ihres Arbeitsauftrages» vor. Konkret wird Altrektor Wolfgang Jäger verantwortlich gemacht für seine «Nichtinformation über den offiziellen Arbeitsauftrag.» Die Uni Freiburg wies die Anschuldigungen in einer Mitteilung zurück und sieht «kein Hinweise» auf eine entsprechende Manipulation durch Jäger.

FIFA nimmt Pieth-Kritik «mit Erstaunen zur Kenntnis»

Berlin (dpa) - Der Fußball-Weltverband hat überrascht auf die harsche Kritik ihres Beauftragten für den FIFA-Reformprozess reagiert. «Wir nehmen die Aussagen von Prof. Pieth mit Erstaunen zur Kenntnis und werden zum gegebenen Zeitpunkt Stellungen nehmen», teilte am Mittwochabend die Medienabteilung der FIFA auf dpa-Anfrage mit. Der Schweizer-Topjurist Mark Pieth hatte dem Verband ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt und Spitzenkräften die politische Integrität abgesprochen. Neben der Nähe zu Diktatoren sei auch Sexismus und mangelnder Wille zur Erneuerung den Reformprozess infrage, hatte der Vorsitzende der Kommission für Good Governance in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» gesagt.

Biathlon-Weltmeisterschaft in Nove Mesto eröffnet

Nove Mesto (dpa) - Mit einer stimmungsvollen Feier sind am Mittwochabend die Biathlon-Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto eröffnet worden. Die rund 6000 Zuschauer in der Vysochina Arena feierten beim Einmarsch der Nationen die 43 Teilnehmer-Länder. Diese wurden jeweils mit einem landestypischen Lied ins Stadion geleitet, beim deutschen Team erklang die Melodie von «Heidi», sehr zu Belustigung des Teams um Miriam Gössner. Insgesamt haben für die Welttitelkämpfe 43 Nationen mit 377 Athleten gemeldet. Da Argentinien kurzfristig abgesagt hat, ist eine Nation weniger als bei der WM im Vorjahr in Ruhpolding am Start.