Washington (dpa) - Boeings 787 «Dreamliner» darf zu Testflügen wieder abheben, aber nur unter strengen Auflagen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA erteilte am Donnerstag (Ortszeit) die Genehmigung für die Tests.

Es gebe aber eine Reihe von Sicherheitsauflagen: Die Flüge dürften etwa nur in bestimmten Zonen über unbesiedeltem Gebiet stattfinden. Die Behörde hatte Mitte Januar nach Batterieproblemen und weiteren Vorfällen ein generelles Flugverbot für den «Dreamliner» des US-Herstellers und Airbus-Rivalen verfügt.

Nach einem Brand der Batterie eines «Dreamliners» und der Notlandung eines anderen müssen derzeit die 787-Langstreckenjets weltweit bei den Airlines am Boden bleiben, bis die Ursache der Probleme gefunden ist. Noch ist völlig unklar, wann das von den Behörden in den USA, der EU und anderen Staaten verhängte Flugverbot aufgehoben werden kann.

Die Testflüge sollen dazu dienen, Daten über die Batterien und die elektrischen System zu sammeln, erklärte die FAA. Die US-Sicherheitsbehörde NTSB geht nach bisherigen Untersuchungen davon aus, dass ein Kurzschluss in einer von acht Einzelzellen der Batterie dazu führte, dass Anfang Januar am Flughafen Boston ein Feuer in einer Maschine von Japan Airlines ausbrach.

Nach dem Flugverbot müssen sich Fluggesellschaften auf eine verspätete Auslieferung ihrer bestellten «Dreamliner» einstellen. Boeing habe die für April und Juni geplanten Auslieferungen in Frage gestellt, teilte der norwegische Billigflieger Norwegian Air Shuttle am Freitag in Fornebu bei Oslo mit.

Eigentlich sollte Norwegian dann seine ersten beiden «Dreamliner»-Jets erhalten, die die Gesellschaft über den Flugzeugfinanzierer ILFC geordert hat. Anstelle des neuen Modells wollen die Norweger im Falle einer Verspätung andere Langstreckenflugzeuge leasen, damit die geplanten Flüge nach New York und Bangkok auf jeden Fall stattfinden können.