Hamburg (AFP) Der Schweizer Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng befürchtet nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. zum Monatsende und der Wahl eines Nachfolgers einen Machtkampf im Vatikan. "Es droht mit Benedikt XVI. ein Schattenpapst, der zwar abgedankt hat, aber indirekt weiter Einfluss nehmen kann", sagte Küng dem Magazin "Spiegel" laut einer Mitteilung vom Sonntag. Der 85-Jährige habe sich selbst einen Platz innerhalb des Vatikans zugewiesen und behalte seinen Sekretär, den Deutschen Georg Gänswein, der gleichzeitig Präfekt des Päpstlichen Hauses unter dem neuen Papst bleiben soll.