Frankfurt/Main (dpa) - In einem insgesamt eher impulslosen Handel haben sich die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Montag nur wenig von der Stelle bewegt. Der Dax zeigte sich mit einem Plus von 0,21 Prozent auf 7609 Punkte eher antriebsarm.

Der MDax rückte um 0,15 Prozent auf 12 984 Punkte vor, und der TecDax verzeichnete zuletzt ein Minus von 0,22 Prozent auf 897 Punkten. «Es gibt nur wenig Impulse», fasste Händler Niklas Breckling von der Schnigge Wertpapierhandelsbank das Marktgeschehen zusammen. Seiner Meinung nach ist die jüngste Korrektur aber noch nicht ganz abgeschlossen. Sie könnte den Markt noch bis auf 7300 Punkte drücken.

Das G20-Treffen am Wochenende habe sich kaum als Treiber erwiesen, so Breckling. Für Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital liefert der Mangel an bewegenden Wirtschaftsdaten vielen Marktteilnehmern eine gute Entschuldigung, sich an die Seitenlinie zu begeben und dem Geschehen eher passiv zuzuschauen.

Im Nachmittagshandel kam vor allem in die Metro-Aktien noch etwas Bewegung. Die Aktien verringerten ihr früheres Plus von mehr als einem auf zuletzt 0,27 Prozent. Der Mitbegründer des größten deutschen Handelskonzerns, Otto Beisheim, ist tot, wie die Agentur Brunswick als Vertreter des Familienbüros der Otto-Beisheim-Gruppe mit. Bei der Gruppe wird auch weiterhin der Anteil der Metro von zuletzt knapp zehn Prozent liegen. Aktienverkäufe seien nicht geplant, sagte eine Sprecherin.

Ihr Kursplus verteidigen konnten die Aktien von Kabel Deutschland, die am frühen Nachmittag noch immer um annähernd vier Prozent zulegten. Erneute Spekulationen um Übernahmepläne von Vodafone sorgten für Fantasie. Die Aktien der beiden Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin profitierten von einer Branchenstudie der Deutschen Bank. Die Titel der zweitgrößten deutschen Airline waren mit einem Kurssprung von mehr als neun Prozent der mit Abstand größte Gewinner im SDax.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,31 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 133,65 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,06 Prozent auf 142,70 Punkte zu. Der Kurs des Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3352 (Freitag: 1,3325) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7490 (0,7505) Euro.