Basel (dpa) - Die größte Schweizer Fasnacht ist am frühen Montagmorgen in Basel mit dem fröhlichen «Morgestraich» (Morgenstreich) eröffnet worden.

Pünktlich um 4.00 Uhr läuteten unzählige farbenfroh kostümierte und maskierte Trommler und Pfeifenspieler vor Zehntausenden Zuschauern die «drei schönsten Tage» im Leben der Rheinmetropole ein.

Fantasievoll gestaltete Riesen-Laternen sorgten in der ansonsten stockdunklen Basler Altstadt für stimmungsvolle Beleuchtung, während Narren-«Cliquen» zu Trommelrhythmen und Tönen von Piccoloflöten durch die Gassen zogen. Die auf heidnische - und dabei vermutlich auch keltische und germanische - Ursprünge zurückgehende Fasnacht wird die Stadt im Dreiländereck noch bis zum «Ändstraich» am Donnerstagmorgen in Atem halten.

Das satirische Motto der diesjährigen Basler Fasnacht lautet «Zu mir oder zu dir?» - eine Anspielung auf das umstrittene Vorhaben einer Fusion der beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Land. Spott gibt es aber auch zu internationalen Themen - unter anderem zum Streit zwischen Bern und Berlin über die Besteuerung von deutschen Schwarzgeldvermögen bei Schweizer Banken. Zum 60. Thronjubiläum der britischen Königin stand auf einer großen Fasnachtslaterne neben einer Karikatur von Elizabeth II. «Aimol Queen - immer Queen».

Für die verschiedenen Umzüge während der dreitätigen Feiern hatten sich nach Angaben des Organisationskomitees mehrere Hundert «Fasnachtseinheiten» mit 12 000 Aktiven angemeldet - von den verschiedensten Cliquen über Motivwagen-Gruppen bis zu etlichen traditionellen Guggenmusik-Bands. Neben vielen Schweizern reisten auch wieder Fasnachtsbegeisterte aus Deutschland und Frankreich zu dem bunten Spektakel nach Basel.

Fasnachts-Comité