Berlin (dpa) - Trotz insgesamt guter Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt ist die Kluft zwischen Vermögenden und Mittellosen in Deutschland weiter gewachsen. Das geht aus dem neuen Armuts- und Reichtumsbericht hervor, der koalitionsintern heftig umstrittenen war und den das Bundeskabinett nach monatelanger Diskussion billigte. Von Armut bedroht sind unverändert rund 15 Prozent der Bundesbürger. Laut Bericht verfügen die reichsten zehn Prozent der Haushalte über gut die Hälfte des gesamten Nettovermögens. Die gesamte untere Hälfte der Haushalte besitzt dagegen nur gut ein Prozent.