Düsseldorf (dpa) - Die rund 75 000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen erhalten vom nächsten Monat an drei Prozent mehr Geld.

Darauf einigten sich die IG Metall und die Stahlarbeitgeber in der Nacht in Düsseldorf. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 15 Monate.

Zusätzlich wurden die Möglichkeiten für den Übergang in die Altersteilzeit und für die Altersvorsorge verbessert. Auch der Anfang des Jahres ausgelaufene Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung sei verlängert worden. «Insgesamt eine faire, ordentliche Lösung», betonte Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW, in einer Mitteilung.

Der Vertreter der Arbeitgeber, Helmut Koch, erklärte: «Natürlich haben wir einen Tarifabschluss mit einem geringeren Belastungsvolumen angestrebt.» Jetzt sei aber «ein ausgewogener Kompromiss» zustande gekommen. Er wies auch auf eine gleichzeitig vereinbarte Neuregelung der vermögenswirksamen Leistungen für Auszubildende hin, die einen Anreiz bieten soll, schon frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beginnen.

Vor Beginn der Gespräche hatten rund 1100 Stahlkocher in Düsseldorf demonstriert. Die IG Metall hatte bereits mit Warnstreiks gedroht, falls in der dritten Verhandlungsrunde keine Fortschritte erzielt würden. An diesem Donnerstag werde nun die Tarifkommission über das Ergebnis informiert, teilte die Gewerkschaft jetzt mit.