Berlin (dpa) - Einen Tag vor der dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder haben ganztägige Warnstreiks in mehreren Bundesländern begonnen. In vielen Landesteilen legten angestellte Lehrer, Erzieher, Universitätskliniken oder Polizeibehörden die Arbeit nieder.

Schwerpunkte sind unter anderem in Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Mit den Protesten soll Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden.

Die dritte und möglicherweise entscheidende Runde beginnt am Donnerstag in Potsdam. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) waren unterbrochen worden, nachdem die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hatten. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Geld für die rund 800 000 Beschäftigten der Länder.

Der Verhandlungsführer der Länder, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), sieht Chancen, in der dritten Runde Fortschritte zu erzielen. Er könne sich Stufenmodelle mit einer längeren Laufzeit vorstellen, sagte er dem Radiosender MDR Sachsen-Anhalt.