Berlin (dpa) - Die Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst gehen weiter. Am Morgen haben ganztägige Warnstreiks in Berlin und Brandenburg begonnen. Betroffen sind zunächst von 06.00 Uhr an nach Angaben der Gewerkschaften die Kindertagesstätten.

Der Ausstand werde Schulen, Jobcenter und Landesbehörden in beiden Bundesländern teilweise lahmlegen, hieß es. Damit soll einen Tag vor der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam im Tarifstreit der Länder Druck auf die Arbeitgeber gemacht werden. In Berlin (11.00 Uhr) und Potsdam (15.00 Uhr) sind Kundgebungen geplant.

Auch Nordrhein-Westfalen ist ein Schwerpunkt der Proteste. Dort sind landesweit angestellte Lehrer, Mitarbeiter von Straßenmeistereien, Universitätskliniken oder Polizeibehörden zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) waren unterbrochen worden, nachdem die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hatten. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Geld für die rund 800 000 Beschäftigten der Länder.