Berlin (dpa) - Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima ist die Zahl der künftigen Krebserkrankungen in Japan möglicherweise deutlich höher als erwartet. Das geht aus neuen Berechnungen der Organisation «Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges» hervor. «Drei verschiedenen Abschätzungen und neuesten Erkenntnissen zufolge werde es allein durch die äußere Strahlenbelastung 40 000 bis 80 000 zusätzliche Krebsfälle geben, sagte der Arzt Henrik Paulitz in Berlin. Außerdem erwarten die Mediziner noch gut 37 000 zusätzliche Krebserkrankungen durch strahlenbelastete Nahrungsmittel.