Berlin (dpa) - Die Kultusminister der 16 Bundesländer beraten heute in Berlin über die bundesweite Anerkennung von Lehrerexamen. Angestrebt wird ein Beschluss dazu, um Pädagogen den beruflichen Wechsel in andere Bundesländer zu ermöglichen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ist allerdings die Verabschiedung der angestrebten Vereinbarung noch nicht sicher. Bayern besteht auf einer Formulierung in dem Beschlusstext, nach der «die Einstellungsmodalitäten des jeweiligen Landes» von der KMK-Vereinbarung unberührt bleiben sollen. Die von SPD und Grünen regierten Bundesländer wollen das nicht mittragen. 15 Bundesländer haben ansonsten weitgehend ihr Einverständnis zu dem Textentwurf signalisiert.

Der Bund hat den Ländern eine «Qualitätsoffensive» zur Lehrerausbildung angeboten und will dafür bis 2023 jährlich 50 Millionen Euro für Hochschulprojekte zur Verfügung stellen. Voraussetzung für die Mittelfreigabe ist die uneingeschränkte Anerkennung der Lehrerexamen in allen Bundesländern. Nach einer KMK-Schätzung wechseln pro Jahr etwa 6000 bis 9000 Pädagogen unmittelbar vor oder nach dem Vorbereitungsdienst das Bundesland. Bei etwa 700 Fällen gab es dabei zum Schuljahr 2011/12 Probleme, die zur Ablehnung führten.