Frankfurt/Main (dpa) - Wieder Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt: Am Donnerstag kletterte der Dax um 0,32 Prozent auf 7944,97 Punkte. Der MDax gewann 0,54 Prozent auf 13 392,37 Punkte und der TecDax stieg um 0,26 Prozent auf 922,69 Punkte.

Am Mittwoch hatte der deutsche Leitindex Dax zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Januar 2008 bei 7977 Punkten erreicht, nachdem der Dow Jones in New York von einem Rekord zum nächsten geeilt war. Unter den Einzelwerten standen Adidas-Papiere mit einem Plus von knapp fünf Prozent an der Dax-Spitze. Der Sportartikelkonzern peilt 2013 einen neuen Rekord bei Umsatz und Gewinn an. Allerdings hat die schwächelnde Tochter Reebok den Franken im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang eingebrockt.

Merck-Aktien stiegen um viereinhalb Prozent. Das abgelaufene Geschäftsjahr schloss der Pharma- und Chemiekonzern mit einem operativen Ergebnisplus ab. Händler und Analysten werteten die Zahlen positiv. Conti-Titel gewannen gut vier Prozent, nachdem der Autozulieferer trotz der Absatzkrise in Europa einen Rekordgewinn für 2012 gemeldet hatte. Zudem haben die Hannoveraner einen großen Teil ihres milliardenschweren Schuldenbergs abgetragen.

Schwächster Dax-Wert waren Lanxess mit minus 4,8 Prozent. Der Spezialchemiekonzern hatte einen überraschend schwachen Ausblick signalisiert. Im MDax machte der Rückversicherer Hannover Rück von sich reden: Trotz der anhaltend niedrigen Zinsen und des Hurrikans «Sandy» hat das Unternehmen 2012 so viel verdient wie noch nie. Die Aktien gewannen als Spitzenreiter im MDax knapp drei Prozent. Sky Deutschland waren mit plus 2,7 Prozent ebenfalls stark gefragt. Ein Händler sprach von einer Reaktion der Aktien des Bezahlfernsehsenders auf die deutlichen Verluste vom Vortag.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,17 Prozent am Vortag auf 1,16 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 134,64 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,25 Prozent auf 142,79 Punkte. Der Kurs des Euro stieg wegen der Draghi-Aussagen auf zuletzt 1,3089 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3010 (Vortag: 1,3035) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7686 (0,7672) Euro.