Berlin (SID) - Der ehemalige Eishockey-Nationalspieler Stefan Ustorf hat 15 Monate nach einer schweren Gehirnerschütterung seine Karriere beendet. Der 39-Jährige hatte Anfang Dezember 2011 bei einem Check ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seitdem kämpfte der Stürmer der Eisbären Berlin um seine Gesundheit und den Weg zurück aufs Eis. Am Donnerstag gab er seinen Rücktritt bekannt. "Eine Rückkehr ins Eishockey ist für mich nicht mehr möglich", sagte Ustorf.

Der gebürtige Kaufbeurer spielte bereits mit 17 Jahren in der Bundesliga, ehe er 1994 nach Nordamerika wechselte. Bei den Washington Capitals kam Ustorf zu 59 NHL-Einsätzen. 2001 kehrte er nach Deutschland zurück, ab 2004 spielte er für die Eisbären, mit denen er sechsmal deutscher Meister wurde. 2008 trat er nach 128 Länderspielen aus der Nationalmannschaft zurück, für die er vier Olympische Spiele und sechs Weltmeisterschaften bestritten hatte. Mit seiner Familie lebt er in den USA.